Aline Wiedmer gegen Flavia Kuratli, © unihockey-fotos.ch

Ausgleich in Extremis

Erst nach Penaltyschiessen setzten sich die U21A Juniorinnen mit 5:4 gegen Piranha Chur durch. Damit gleichen sie die Playoff-Halbfinal Serie eher überraschend zum 1:1 aus. Dies, nachdem es im ersten Spiel mit 3:13 eine klare Niederlage abgesetzt hatte.


Wiedergutmachung war auf Seiten der Gelb-Blauen an diesem späten Sonntag Abend angesagt. Gleich mit 3:13 war die erste Partie verloren gegangen. An allen Ecken und Enden hatte es gefehlt, insbesondere die Defensearbeit liess zu wünschen übrig.
Dietlikon begann jedoch auch in diesem Spiel wieder nervös, brachte kaum Angriffe zustande und verlor den Ball oft schon nach dem ersten unsauberen Auslösepass. Eher glücklich gingen sie nach 10 Minuten mit einem ihrer ersten Abschlüsse aufs Tor in Führung. Ein Schuss von Werz wurde vor dem Tor von Frei noch abgelenkt. Auch Piranha war in den ersten Minuten noch harmlos geblieben, doch kurz nach dem 1:0 schoss Chur den Ausgleich. Noch vor der ersten Drittelspause erhöhte Chur auf 2:1, nach einem Freistoss direkt vor dem Zürcher Tor traf Rensch zuerst nur die Mauer, von wo der Ball anschliessend Torhüterin Heer überlopte und unglücklich den Weg ins Tor fand.

Das Spiel war allgemein sehr ruppig und wurde von beiden Seiten hart geführt. Je zwei Verletze standen beim Schlusspfiff auf beiden Seiten zu Buche. So auch Frei, die Zürcher Torschützin zum 1:0, die sich nach einem harten Einsteigen einer Gegnerin das Schlüsselbein brach.

Im zweiten Drittel fand Dietlikon den Faden weiterhin nicht und kam nur vereinzelt zu Chancen. Die Defensive stand jedoch gut und liess vor dem eigenen Tor nicht viel zu. Dennoch konnten die Bündnerinnen in der 28. Minute einen weiteren Treffer bejubeln. Erneut fiel das Tor nach einer Standardsituation.

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Im Schlussdrittel kam dann endlich die lang erwartete Leistungsteigerung der Dietlikerinnen. Chur stand zunehmend defensiver und konnte sich zuerst noch gegen den Ansturm wehren. Doch steter Tropfen höhlt den Stein und so war es in der 49. Minute Klöti, die den Ball backhand in der nahen Ecke versorgte. Die Freude auf Dietliker Seite war gross, der Treffer schien die Zürcherinnen zu beflügeln. Nur gerade zwei Minuten nach dem 2:3 traf Werz aus spitzem Winkel Widmer am Kopf, von wo der Ball ins Tor abgelenkt wurde. Keine zwei Minuten später bekamen die Zürcherinnen einen streng gepfiffenen Penalty zugesprochen, welchen Widmer souverän zur Führung einnetzte. Chur reagierte aber umgehend auf die Zürcher Leistungssteigerung. Sie suchten wieder vermehrt die Offensive und glichen das Spiel nochmals zum 4:4 aus. Im Anschluss war Piranha wieder die dominierende Mannschaft, konnte aber vor Ende des dritten Drittels nichts Zählbares mehr herausspielen.

Es ging also zum ersten mal in dieser Serie in die Verlängerung, und zwar über die volle Distanz von 20 Minuten. Es waren immer noch die Churerinnen, die das Spiel machten, sie scheiterten aber mal für mal an der immer besser werdenden Dietliker Torhüterin. Dietlikon fuhr seinerseits einige Konter, schaffte es aber auch nicht, das Golden-Goal zu erzielen. Somit musste das Spiel nach 80 gespielten Minuten im Penaltyschiessen entschieden werden. Die Dietliker Spielerinnen Rüegger, Klöti und Widmer trafen, während bei Chur schon zwei Spielerinnen an der Zürcher Torhüterin gescheitert waren. Der letzte Churer Penalty musste also sitzen, wollten sie das Score noch ausgleichen. Doch Caplazi liess den Ball bei der Schussabgabe unglücklich liegen und Dietlikon holte sich somit den ersten Punkt in dieser Serie.