Ineffiziente Jets geben Punkte ab

Juuso Alin orchestrierte die Klotener Defensive (Bild: Damian Keller).

Zum Saisonauftakt verpassen die Kloten-Bülach Jets aufgrund einer ungenügenden Chancenauswertung den Sieg und müssen sich den Tigers Langnau mit 5:6 nach Verlängerung beugen.


Der Ärger stand Jets-Trainer Arto Riihimäki ins Gesicht geschrieben, als er auf der Tribüne seiner Mannschaft beim Auslaufen zusah. Wenige Minuten davor mussten sich die Jets in einem Schlagabtausch, bei welchem die Jets jedoch mehr Spielanteile besassen, durch einen Gegentreffer des omnipräsenten Anton Samuelsson in der 68. Minute geschlagen geben. „Dieses Spiel müssen wir gewinnen“, findet Riihimäki. Mit 3:2 und 4:3 lagen die Jets in Führung. Chancen für eine höhere Führung besassen die Zürcher Unterländer genügend. Bereits dann deutete sich an, dass die Jets ihr Visier im ersten Saisonspiel noch zu ungenau eingestellt hatten – und daran sollte sich bis zum Spielschluss nichts ändern. Auch nachdem die finnische Neuverpflichtung Mikko Immonen in der 59. Minute nach einem Querpass seines finnischen Sturmpartners Mikka Sokka ausgeglichen hatte, sah wenige Sekunden später Jets-Stürmer Fabian Zolliker seinen Abschluss am linken Pfosten vorbeifliegen. Ein Treffer und die drei Punkte wären der verdiente Lohn für eine engagierte Leistung gewesen.

Langnau mit mehr Abschlussglück

Während die Jets über die gesamte Partie einen grossen Aufwand betrieben, fielen die Tore auf der Gegenseite etwas gar leicht. In der 36. Minute kullerte der Ball nach einem Wirrwarr an Spieler und Torhüter vorbei ins Tor. Das Gegentor fiel just in der besten Phase der Klotener. Denn nach einem Langnauer Startfurioso mit zwei Bankstrafen zu Beginn des zweiten Drittels waren es die Klotener, welche das Zepter an sich rissen. Zuerst kombinierten sich die Eigengewächse Ali Tahmasebi und Patrick Kapp durch die Emmentaler Hinterreihen zum 2:2 (32.), danach brachte Immonen das Heimteam erstmals in Führung (35.), ehe das kuriose dritte Gegentor den Jets-Express stoppte. Auch der entscheidende Treffer von Samuelsson fiel in die Kategorie „vermeidbar“. Nach einem Prellball im höheren Slot setzten die Jets zu wenig energisch nach und der Schwede haute mit dem Rücken zum Tor stehend „auf gut Glück“ einfach mal drauf. Erneut fand der Ball den Weg an der Jets-Verteidigung vorbei und schliesslich sprang er auch noch dem sonst starken Jets-Torhüter Thomas Schlatter über das Bein.

„Obwohl wir den Siegverpasst haben, war es eine ansprechende Leistung zum Auftakt“, zeigt sich Riihimäki doch noch zufrieden. Eine durchzogene Leistung lieferten die Jets hingegen am Vorabend im Cup gegen den 1. Ligisten United Toggenburg Bazenheid ab. Gegen die Ostschweizer sah sich Riihimäki nach dem ersten Drittel und einer zu knappen 2:1-Führung dazu gezwungen, seine besten Kräfte zu forcieren. Schlussendlich resultierte ein klarer 15:3-Sieg und der Einzug in die Achtelfinals.