Siegesserie der Herren endet zuhause

Der Traum von der perfekten Rückrunde ist geplatzt. Das Herren I des UHC Dietlikon unterliegt den Crusaders 95 Zürich klar mit 3:6.



Die letzten fünf Spiele konnten die Gelb-Blauen allesamt gewinnen. Deshalb gingen die Dietliker guten Mutes und mit viel Zuversicht in diese zweitletzte Partie der Saison. Allerdings war das Kader auch an diesem Sonntag mit zehn Feldspielern äusserst bescheiden besetzt. Das Spiel begann ausgeglichen und keines der beiden Teams konnte sich gefährlich vor das gegnerische Tor spielen. Die Abschlüsse in der Anfangsphase waren harmlos und selten an der Zahl. Das 0:1 für die Crusaders fiel eher überraschend und kam aus spitzem Winkel. Tormann Matthias Aeschlimann wurde in der nahen Ecke kalt erwischt. Dietlikon reagierte jedoch postwendend. Dario Keller stellte den Gleichstand nur wenige Sekunden später mit einem satten Schuss wieder her. Weiter ging es wie gehabt, die Mannschaften neutralisierten sich weitgehend und so war das 1:1 zur Pause die logische Konsequenz.

Das Mitteldrittel präsentierte sich viel offener. Eine kurze Druckphase der Crusaders führte zu einem Torraum-Foul und damit zu einem Penalty. Dem angetretenen Schützen versagten jedoch die Nerven im entscheidenden Augenblick und der Versuch verursachte keinerlei Gefahr. Im anschliessenden Powerplay trafen die Crusaders dann aber doch noch. Die Teams wurden mutiger, spielten aggressiver und es öffneten sich Räume für Konter. Einen davon nutzten die Crusaders aus, die damit auf 1:3 davonzogen. Aeschlimann zeigte einige äusserst starke Paraden und verhinderte damit Schlimmeres, doch auch der Torhüter auf der Gegenseite hatte um einiges mehr zu tun als noch in den ersten 20 Minuten. Mit diesem Zwei-Tore-Rückstand ging Dietlikon dann auch in die zweite Pause.

Dietlikon startete engagiert in den Schlussabschnitt und machte deutlich, dass diese Partie alles andere als entschieden war. Ein lehrbuchreifer Konter des ersten Blocks brachte dem UHCD den verdienten Anschlusstreffer, Christian Müller verwertete den schönen Querpass von Alexander Fumagalli. Die Zürcher Unterländer powerten weiter und hatten das Momentum nun auf ihrer Seite. Philippe Müller kämpfte sich mit dem Ball gefährlich vor das Crusader Tor und konnte nur noch regelwidrig gestoppt werden. Powerplay für Dietlikon! Und was für eins. Nur wenige Sekunden braucht Gelb-Blau, um den lang ersehnten Ausgleich zu erzielen. Andreas Murer würgte den Ball am Torhüter vorbei. Dietlikon hatte das Spiel nun eigentlich fest im Griff und hatte deutlich mehr Spielanteile. Sie schafften es jedoch nicht, den Führungstreffer zu erzielen und wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten. Ein glücklicher Schuss von hinter dem Tor bescherte den Gästen den neuerlichen Führungstreffer. Und es kam noch dicker. Innerhalb kürzester Zeit stellten die Crusaders auf 3:6 und machten damit die Dietliker Hoffnungen auf den Sieg zunichte.

Stimmen zum Spiel:
„Es hätte auf beide Seiten Kippen können. Jetzt ist es auf ihre Seite gekippt, das nächste Mal haben wir vielleicht mehr Glück. So ist es nun einmal.“ – Oskar Sorejs, Trainer des UHC Dietlikon
„Sie waren so gemein und haben so unfair gespielt. Als ich den Penalty ausführen wollte riefen sie die ganze Zeit Dinge wie ‚zurückgezogen‘ und das hat mich so nervös gemacht, mimimimi.“ – Penalty-Pechvogel der Crusaders, will nicht beim Namen genannt werden.