Im Final war Endstation

Das Herren II des UHC Dietlikon nahm am Virtus Cup in Wohlen teil. Dabei gelang es, bis in den Final vorzudringen. Eine deutliche Niederlage gegen Aargau United zeigte dem jungen Team dann seine Grenzen auf. Nichtsdestotrotz ist man um einige wichtige Erfahrungen reicher und blickt optimistisch in Richtung kommende Saison.


Die Woche vor dem Turnier in Wohlen war für das Herren II eine ziemlich intensive. Gleich drei Testspiele waren angesagt. Gegen Bülach Floorball schaute nach einem Offensivspektakel ein deutlicher Sieg heraus. 13:7 gewann man im Hüenerweid. Optimistisch ging man auch in das zweite Testspiel gegen die Powermäuse Brugg (2. Liga). Lange begegnete man sich auf Augenhöhe, ging sogar zwischenzeitlich in Führung, konnte das hohe Tempo dann aber nicht über die volle Länge beibehalten. Im letzten Drittel wollten die Beine und der Kopf nicht mehr und so verlor man 4:6. Zum Schluss warteten die Blacksticks aus Embrach (3. Liga). Ähnlich wie gegen die Powermäuse war auch hier ein Einbruch in den letzten 20 Minuten für die Niederlage (5:8) verantwortlich.

Am Turnier in Wohlen musste man nun Einiges besser machen, wollte man Oben mitspielen. Man reiste mit zwei Linien und zwei Torhütern an. Mindestens drei Spiele à 2 x 15 Minuten standen auf dem Programm. Sollte man sich für den Halbfinal qualifizieren, wären es sogar deren vier.

Der erste Gegner war Vorjahressieger und Gastgeber Virtus Wohlen (3. Liga). Dem Team aus Dietlikon war bewusst, dass ein guter Start entscheidend für den weiteren Verlauf des Turniers sein würde. Dennoch hatte man einige Mühe das eigene Spiel aufzubauen und lag nach der ersten Halbzeit mit 0:1 hinten. Dank eines Doppelschlags innert wenigen Sekunden kurz nach Wiederanpfiff kehrten die Dietliker das Spiel zu ihren Gunsten und schaukelten den Sieg, auch dank resoluter Defensivarbeit nach Hause.

Im zweiten Gruppenspiel traf man auf den UHC Bremgarten (3. Liga) und dieses Mal starteten die Gelb-Blauen furios ins Spiel. Bereits nach fünf Minuten lag man drei Tore in Front. Man wollte weiter agressiv nach Vorne spielen. Dies führte jedoch zu einigen Unachtsamkeiten in der Verteidigung und so konnte Birmensdorf mit Toren kurz vor und kurz nach der Pause auf 3:2 verkürzen. Die Hintermannschaft wurde in der Folge wieder aufmerksamer und solider und liess keine Tore mehr zu. Der Treffer ins leere Tor machte dann alles klar und der UHC Dietlikon gewann auch das zweite Gruppenspiel, diesmal mit 4:2 und zog mit wehenden Fahnen in den Halbfinal ein.

Im Halbfinal erwies sich der UHC Zugerland aus der anderen Gruppe lange als ebenbürtiger Gegner. Mit einem 3:2 ging es in die Pause. Es gelang den Gelb-Blauen in den zweiten 15 Minuten das Tempo zu erhöhen und besser ins Spiel zu finden. Der gleichzeitige Zusammenbruch des Gegners läutete die Gala-Vorstellung des UHC Dietlikon ein. Mit einem 8:2 qualifizierte man sich klar und deutlich für den Final.

Die letzten zwei verbliebenen Teams waren auf der einen Seite der UHC Dietlikon, auf der anderen Aargau United, das einzige teilnehmende 2. Liga Team. Man wusste, dass es nicht leicht werden würde, da die Aargauer schon das ganze Turnier über äusserst überzeugend aufgetreten waren. Trotz schwerer Beine und schwindender Kräfte ging man äusserst motiviert in dieses Endspiel und versprach alles zu geben, um den Turniersieg einzufahren. Leider kam es anders und bereits nach der ersten Hälfte lag man mit 1:4 zurück. Der Gegner war sowohl läuferisch als auch technisch überlegen, machte kaum Fehler. Vielleicht hätte man mit frischen Beinen reagieren können, doch so war man zu müde, versuchte den Schaden zu begrenzen. Aargau United liess auch in der zweiten Hälfte nicht nach und auch die Änderungen beim UHC Dietlikon schienen nur begrenzt Wirkung zu zeigen. Mit einem 1:7 Sieg holte sich Aargau United den Turniersieg und zeigte deutlich seine Klasse auf. Dennoch kann man positiv auf die Woche zurückblicken und aus den gemachten Fehlern lernen.