Julia Suter (r.) und Petra Weiss (l.) werden auch kommende Saison für den UHCD auf Punktejagt gehen, © unihockey-fotos.ch

Tomatis’ Premierenkader steht

Nicht viele, jedoch gewichtige Abgänge musste der UHCD nach Ende der vergangenen Spielzeit verzeichnen. Vor allem ging viel Routine in den Spielerinnen-Ruhestand. Das Kader für die kommende NLA Spielzeit steht nach intensiven Bemühungen und muss sich wiederum nicht verstecken.


Die Bündner Vorherrschaft wieder beenden. So darf man das Ziel für die NLA Saison 2013/2014 formulieren. Zu Buche standen nach Saisonschluss die Abgänge von drei der besten und routiniertesten Verteidigerinnen welche das Schweizer Unihockey zu bieten hat: Simone Berner, Ramona Gabathuler und Christine Zimmermann. Zudem verliessen die Eigengewächse Céline Chalverat (Red Ants) und Samata Bickel (Red Lions, NLB) das Team auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Lange und hart wurde im Hintergrund daran gearbeitet, wiederum ein wettbewerbsfähiges Team zusammen zu stellen. Bereits früh stand fest, dass die Juniorinnen Fabienne Kuoni und Karin Güttinger den Sprung in die NLA schaffen würden.

Wir haben in den letzten Wochen wirklich hart gearbeitet. Klar, ist es schwierig eine Simi Berner oder eine Ramona Gabathuler zu ersetzen. Wir sind aber überzeugt, dass die neuen Spielerinnen gut zu uns passen und alles geben werden, damit wir unsere Ziele erreichen. Die erfahrenen Spielerinnen sind sich ihrer Verantwortung bewusst. So soll es auch sein. Man gewinnt nur als Team und als Einheit. Wir haben uns viel für die neue Saison vorgenommen. Die Mischung stimmt und der Hunger ist gross. Am Ende werden die Resultate zeigen, wie gut unsere Arbeit tatsächlich war. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Trainerin Laura Tomatis. Wir haben in der Vergangenheit so manch schönen Erfolg feiern dürfen. Dies soll nun auch in Zukunft so sein. Giovi Marti, Sportchef UHC Dietlikon

Nebst Kuoni und Güttinger wird auch Andrea Gämperli aus dem eigenen Nachwuchs ins NLA Kader aufgenommen. Der grossgewachsene Center ist technisch versiert und verfügt über ein geschultes Auge für das Spiel. Bereits während den Playoffs stand der Zuzug der jungen und talentierten St.Galler Verteidigerin Rahel Zellweger fest. Die 20-Jährige bringt bereits Erfahrung aus internationalen Anlässen mit. Von Kantonsrivale Dürnten-Bubikon-Rüti stossen Tamara Schmucki und Kim Buchs zu den Gelb-Blauen. Tamara Schmucki ist eine äusserst schnelle und wendige Stürmerin, welche dem U19 Weltmseiter-Kader von 2008 angehörte. Kim Buchs wiederum hat sich bei den Riders zu einer NLA-Stammspielerin entwickelt und möchte beim UHCD den nächsten Schritt wagen. Die 22-Jährige hatte letzte Saison nach einer Hirnerschütterung lange zu kämpfen und möchte sich nun in einem neuen Team etablieren.

Auf der Torhüterposition baut der UHCD auf eine zukunftsorientierte Lösung. Nebst den beiden U21-Torhüterinnen Samira Ryf und Aline Zemp sowie NLA-Stammhüterin Monika Schmid wird dem Goalie-Team neu auch Tanja Rey angehören. Die junge Aargauerin stösst von den U21 Juniorinnen von Lok Reichnach ins Zürcher Unterland. Weiter wird die Verteidigung durch die Tschechin Terezie Parysova verstärkt, welche von Ligakonkurrent Zug United zu gelb-blau wechselt. Die routinierte Verteidigerin bringt sogleich Erfahrung aus der Schweizer Liga wie auch der Tschechischen Nationalmannschaft mit. Abgerundet wird das Kader durch die Lettinnen Evelina Garbare (Verteidigung) und Luize Bilinska (Sturm). Beide wagen nach mehreren Jahren beim lettischen Meister RSU Riga den Schritt ins Ausland und möchten versuchen, sich in der Schweizer Liga durchzusetzen und zu etablieren.

Dem Förderkader gehören mit Tanja Walter und Sina Sturzenegger zwei U19-Internationale an, welche jederzeit eine Lücke im NLA-Kader füllen können und bereits das Sommertraining mit der NLA-Mannschaft bestritten haben. Der UHC Dietlikon kann sich weiterhin auf eine starke Juniorinnen-Abteilung stützen und wird die intensive Zusammenarbeit zwischen den U21-Teams und der NLA weiter vorantreiben.

Trotzt einigen kleinen Verletzungen bei der einen oder anderen Spielerin ist die Sommervorbereitung bis jetzt gut verlaufen. Es gibt noch viel zu tun, es sind aber auch noch fast zwei Monate bis zum Meisterschaftsbeginn. Die Spielerinnen sind sehr motiviert und engagiert. Es macht Spass so zu arbeiten.Laura Tomatis, Cheftrainerin NLA UHC Dietlikon