Tanja Stella kehrt an ihre alte Wirkungsstätte zurück.

Tanja Stella: «Komme vielleicht mit dem Fahrrad»

Der UHC Dietlikon will sich an den Uster Games von seiner besten Seite zeigen. Gegen Zug United streben die Zürcherinnen wieder einen Vollerfolg an. Für Tanja Stella wird es ein besonderes Spiel.


Das Programm der diesjährigen Uster Games wird für einmal nicht vom heimischen Unihockeyverein angeführt, sondern ist von zwei anderen illustren Namen geprägt. Neben Volero Zürich gastiert auch der UHC Dietlikon im Ustermer Buchholz. «Das fünfjährige Bestehen unserer Veranstaltung wird trotz dem Fehlen des UHC Usters eine tolle Veranstaltung» zeigt sich René Pfister überzeugt. «Es ist uns gelungen, zwei Spitzenteams zu verpflichten» sagt der OK-Präsident der Uster Games und freut sich auf die «Frauenpower im Buchholz», wie er es nennt.
Die Damen des UHC Dietlikon können eine eindrückliche Erfolgsbilanz vorweisen. Fünfmal gewannen die Dietlikerinnen den Schweizer Meistertitel und siebenmal den Cup, zuletzt 2015 und 2016. Im Final um den Meistertitel im vergangenen April unterlagen die Zürcherinnen Pirnha Chur nur knapp. Nach dem ersten Drittel der Meisterschaft stehen die Damen des UHC Dietlikon auf dem dritten Platz in der Tabelle. Zuletzt schwächelte das Team um Trainerin Simone Berner etwas. So ging das Spiel gegen den Aufsteiger Red Lions Frauenfeld verloren.

Tanja Stella: «Komme vielleicht mit dem Fahrrad»

Für Tanja Stella, Stürmerin bei den Glattalern, stellt der Auftritt in Uster etwas Besonderes dar. Denn in Uster durchlief sie die ersten Stationen ihrer Karriere. «Die Buchholzhalle kenne ich aus meiner Juniorenzeit in- und auswendig. Es ist schön, dorthin zurück zu kehren, wo alles begonnen hat» erzählt sie. Wenn das Wetter stimme, fahre sie vielleicht sogar mit dem Fahrrad von Nänikon, einer Aussenwacht von Uster, zur Halle.

Stella, auch im Kader der Schweizer Nationalmannschaft figuriert, hat die letzten viereinhalb Jahre in Schweden gespielt. Den grössten Unterschied zwischen der Schwedischen und der Schweizer Liga sieht sie «ganz klar beim Tempo.» Darum gebe es in Schweden weniger Banden-Zweikämpfe, die geahndet werden. Die Zürcher Oberländerin hat auf der Insel Gotland für Endre IF gespielt und ein richtiges „Endre-Herz“ entwickelt, entsprechend schwer sei ihr der Abschied gefallen. Sie sammelte in 132 Spielen stolze 64 Skorerpunkte (36 Tore, 28 Assists).
Nun ist sie aber zu Dietlikon zurückgekehrt, wo sie schon vor ihrem Abstecher nach Skandinavien tätig war. Auf die Perspektiven angesprochen, sagt sie: «Persönlich möchte ich so viel Energie und Schwung ins Team reinbringen wie nur möglich.» Mit dem Sieg im Supercup hat Dietlikon ein erstes Ziel bereits erreicht. «Nun gilt es auch in den beiden anderen Wettbewerben erfolgreich zu sein». Tanja Stella gibt klar zu verstehen, dass sie alles daransetzen werde, um die Meisterschaft zu gewinnen und den Cup zu verteidigen. Wenn’s passt, sogar mit einer Fahrradfahrt.

Text: Uster Games