Mit halb-erneuertem Team in die neue Saison

Am Wochenende startet die Saison 2013/2014. Nicht weniger als zehn neue Spielerinnen zählt der Kader der Dietliker NLA Mannschaft für die kommende Saison. Ein Umbruch fand aber nicht nur bei Dietlikon statt, sondern bei allen Top-Teams der Damen NLA.


Viel Neues

Bereits früh war der Rücktritt von Cheftrainer Beni Cernela auf Ende Saison bekannt. Die Nachfolgelösung konnte beim NLA Team intern und zur Zufriedenheit vieler geregelt werden. Mit Laura Tomatis übernahm eine im Coaching zwar noch etwas unerfahrene, deswegen aber nicht minder kompetente Person das Amt der Cheftrainerin. Tomatis hat in der Vergangenheit im Coaching der Dietliker U21A und in dessen der Schweizer U19-Damenauswahl mitgewirkt. Mit der U19 gewann Tomatis auch den bisher einzigen Weltmeistertitel ihrer Altersklasse. Die Bewegungswissenschaftlerin ist an der ETH Zürich im Institut für Bewegungswissenschaft und Sport engagiert und besitzt zudem die höchsten J+S Ausbildung. Eine neue Trainerin bringt gleichzeitig ein neues Spielsystem und einen neuen Staff mit sich. Neu ist auch, mit Laura Tomatis steht beim UHC Dietlikon zum ersten Mal überhaupt in der NLA eine Frau als Cheftrainerin an der Bande.

Die Rookie-Connection

Tamara Schmucki, Kim Buchs, Tanja Rey, Rahel Zellweger, Terezie Parysova, Evelina Garbare, Luize Bilinska, Karin Güttinger, Andrea Gämperli und Fabienne Kuoni. Sie alle gehören neu dem Dietliker NLA-Kader an. Schmucki und Buchs wechseln aus dem Zürcher Oberland zu Gelb-Blau. Beide haben eine schwierige Saison hinter sich, litten sie doch unter schweren Hirnerschütterungen. Tanja Rey ist ein Torhütertalent welches von Lok Reinach ins Unterland wechselt. Sie wird sich die Einsätze mit den U21 Goalies Samira Ryf und Aline Zemp teilen. Terezie Parysova kennt von Zug kommend die Schweizer Liga bereits bestens. Evelina Garbare und Luize Bilinska sind zwei Talente aus Riga. Die Lettinnen sollen in der Schweiz ihr Talent unter Beweis stellen und sich weiterentwickeln. Mit Fabienne Kuoni, Karin Güttinger und Andrea Gämperli stossen gleich drei Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs zur ersten Mannschaft. Alle bereit sich auch in der NLA zu bewähren.

Ausgeglichenes Kader

Nebst den zehn neuen Spielerinnen kann der UHC Dietlikon weiterhin auf die Dienste vieler Leistungsträger zählen. Im Tor sorgt auch in der neuen Saison Monika Schmid weiterhin für einen starken Rückhalt. Janine Wüthrich, Andrea Streiff und Ursina Hollenstein sorgen in der Verteidigung auch weiterhin für Ordnung. Im Sturm können die Gelb-Blauen auch in der kommenden Spielzeit auch eine geballte Ladung Offensiv-Power zurückgreifen. Evelyne Ackermann, Rebecca Hermann, Violetta Vögeli, Petra Weiss, Nina Bärtschi, Julia Suter und Marion Rittmeyer werden auch in der kommenden Spielzeit die Gegnerischen Torhüterinnen unter Beschuss nehmen. In der Vorbereitung zeigte sich bereits vereinzelt, was für das Team drin liegen kann.

Vorbereitungsphase mit gemischten Resultaten

Das Trainingslager (Bericht von Tag 1, Tag 2 und Tag 3) in Sursee läutet für den UHCD die finale Vorbereitungsphase ein. Ein erstes Testspiel gegen Ad Astra Sarnen, zugleich erster Cupgegner der Saison, konnte Gelb-Blau mühelos gewinnen. In der Folge standen zwei weitere Testspiele an. Die Gegner, Bohemians Prag und piranha chur, ein etwas anderes Kaliber als Sarnen. Ein müheloser Sieg gegen die Tschechinnen und eine Wende im Spiel gegen den Meister aus Chur – Dietlikon gewann nach einem 1:3 Rückstand mit 4:3 – gaben ein gutes Bild von der aktuellen Form ab. Noch lange stimmten nicht alle Automatismen, doch das Team zeigte was erwartet werden darf. Am La Pergola Cup in Winterthur folgten zwei Klare Siege gegen NLB-Vertreterinnen, in welchen vor allem die junge Fraktion im Team von Laura Tomatis zu überzeugen wusste. Ein weiterer knapper Sieg gegen die Hot Chilis besiegelte das Halbfinal-Spiel gegen Zug United. Am Sonntag vermochte das Spiel Dietlikons aber nicht mehr gleichermassen zu überzeugen und das Turnier fand mit einer 1:2 Niederlage sein Ende. Ein weiteres Testspiel gegen die Hot Chilis gewann der UHCD eine Woche später mit 5:1. Noch immer stimmt nicht alles, aber das Team ist auf dem richtigen Weg und dürfte an diesem während der ersten Meisterschaftsphase weiterarbeiten.

Ein Titel

Der Europacup 2014 in Zürich gilt als eines der Ziele der Gelb-Blauen. Dies ist gleichbedeutend mit dem Gewinn des Cup oder der Meisterschaft in der kommenden Spielzeit. Doch dorthin ist es noch ein weiter Weg. Alle Topteams mussten sich auf die neue Spielzeit hin neu formieren. Die Spitze dürfte nochmals ausgeglichener sein als noch vor Jahresfrist. Das Potential in Dietlikon ist aber allemals vorhanden um sich einen Titel als Ziel setzen zu dürfen. Wichtig wird es sein, sich während der Saison stetig zu steigern und als Team zu wachsen. Die Höhepunkte warten im Frühling. Dort wo auch die Ziele liegen. In den Finals.