Nina Bärtschi schoss das 1:1, © unihockey-fotos.ch

Emotionen kontrolliert, Spiel gewonnen

Eine hektische und zum Teil überharte Partie zwischen den Wizards Bern Burgdorf und Dietlikon geht am Ende klar an die Zürcherinnen. Zwischenzeitlich sorgte die grosszügige Spielleitung für Aufregungen.


Die Spiele für den UHC Dietlikon in Burgdorf wecken gemischte Erinnerungen. Umstrittene Spiele und Verletzungen prägten die letzten Begegnungen. Die neu formierten Wizards boten anfangs Saison dem Meister piranha lange Paroli, verloren aber trotzdem und mussten gegen Zug etwas unten durch. Dietlikon wusste also nicht so richtig, was sie zu erwarten hatten. Es wurde eine kampfbetonte Partie.

Der Start in die Partie verlief noch ausgeglichen. Beide Teams kamen zu ihren Chancen und die Torhüterinnen Monika Schmid bei Dieltikon und Fabienne Aebi bei den Wizards durften ihr Können aufblitzen lassen. Die erste Führung war dem Heimteam vorbehalten. Julia Rudh brachte ihre Farben in Front, genoss sie doch grosszügige Freiheiten am weiten Pfosten. Die Reaktion von Dietlikon folgte spielerisch umgehend, auch wenn der Ausgleich durch Nina Bärtschi erst gut eine Minute vor Drittelsende nach einem Freistoss erfolgte.

Die Gäste starteten wesentlich besser in den Mittelabschnitt als noch zuvor. Julia Suter und wiederum Bärtschi sorgten für die erste Zweitore-Führung für Gelb-Blau. In der Folge aber konzentrierte sich das Geschehen mehr und mehr auf strittige Entscheide oder Nichtentscheide. Die grosszügige Spielleitung brachte vor allem Dietlikon zunächst aus dem Konzept. Das Heimteam profitierte und glich innert drei Minuten das Spiel wieder aus. Bärtschis dritter Treffer des Abends brachte den Gästen eine wichtige Pausenführung.

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Im letzten Drittel mühte sich vor allem das Heimteam mit der Spielleitung ab, wobei Dietlikon sich nunmehr nur noch auf ihr eigenes Spiel konzentrierte. Suter erhöhte gleich nach der Pause, ehe Marion Rittmeyer in der 51. Minute für die Vorentscheidung sorgte. Als Bern Burgdorf sich mehr auf Nebensächlichkeiten konzentrierte und ihr Spiel öffnen musste, zeigten die Gäste ihre Kaltblütigkeit mit zwei weiteren Treffern durch Fabienne Kuoni und Evelyne Ackermann zum klaren 8:3 Endresultat. Tanja Rey feierte zudem in den letzten fünf Minuten der Partie eine gelungene NLA Premiere.

Der Anfang war von uns etwas ein Geknorze. Der Gegner war uns unbekannt und ihr agressives Forechecking überraschte uns etwas. Wir haben uns aber stetig gesteigert und nach dem Ausgleich die richtige Reaktion gezeigt. Am Ende dürfte der Sieg verdient sein.Julia Suter, Captain NLA