Simone Berner (m.) setzt sich an der Bande durch, © unihockey-fotos.ch

Dietlikon kämpft sich in den Final

Im dritten Aufeinandertreffen in den Halbfinals leistete Zug United nochmals mächtig Gegenwehr. Sie glichen einen 1:4 Rückstand aus, doch am Ende entschied der UHCD die Partie doch noch mit 6:4 für sich und steht im Final.


Zunächst eine Geschichte am Rand. Ganze vier Penalties gestanden die Schiedsrichter den Teams zu. Je zwei für beide fair verteilt. Einmal mehr, einmal wohl eher weniger gerechtfertigt. Einen Nutzen konnte daraus keine der vier angetretenen Spielerinnen ziehen. Am nächsten an einem Torerfolg war der Versuch Violetta Vögelis, welcher am Pfosten landete. Zum Spiel. Entschlossen, mit viel Laufarbeit und Leistungswillen stiegen die Gäste aus Zug in die Partie. Sie drückten das Heimteam in den ersten Minuten des Spiels zunächst in ihre eigene Hälfte. Durch das hohe Tempo aber ging die Qualität etwas verloren. Auf beiden Seiten resultierten viele Ballverluste.

Kaum hatte Marion Rittmeyer ihre Farben mit einem satten Weitschuss in Führung bringen können, war die Partie auch schon wieder ausgeglichen. Priska von Rickenbach schloss den nächsten Angriff mit dem 1:1 für Zug ab, als sie nicht konsequent genug von Dietlikons Verteidigung gestört wurde. Das Spiel lief nun aber immer besser auf Seiten der Gelb-Blauen. Petra Weiss brachte ihre Farben nach gut 12 Minuten erneut in Führung. Dietlikon konnte nun wieder mehr Spielanteile für sich beanspruchen und beendete das erste Drittel wie es kaum besser hätte gelingen können. Nur wenige Sekunden vor der Pause traf Julia Suter nach einem herrlichen Zuspiel Rebecca Hermanns zum 3:1.

Ab dem Mitteldrittel fanden aber auch die Gäste wieder besser in die Partie. Das Spiel wurde ruppiger. Kaum eines der Teams vermochte in dieser Phase grosse Akzente zu setzen. Simone Berners 4:1 nach 33 Minuten wurde nur zwei Minuten später mit dem Anschlusstreffer durch Zugs Corinne Eisler quitiert. Im Schlussabschnitt kämpften sich die Gäste dann auch endgültig in das Spiel zurück. Brigitte Mischler nach einer schönen Willensleistung und Regula Arnold glichen für die United aus. Das Time-Out des Zuger Trainergespanns kurz vor diesen Tore verfehlte seine Wirkung also nicht. Den Zuschauern bot sich nun ein offener Schlagabtausch. Harte Zweikämpfe und schnelle Kombinationen zugleich boten Spektakel für die Zuschauer, was den Trainern weniger gefallen haben wird. Dietlikon gelang im wichtigsten Moment der einzige Treffer in Überzahl an diesem Abend. Der zweite Treffer Weiss’ war zugleich der Siegestreffer und die Finalqualifikation für Dietlikon. Suter traf zudem 26 Sekunden vor Schluss noch ins verweiste Zuger Tor.