Rebecca Hermann (l.) gegen Tiia Ukkonen (r.), © unihockey-fotos.ch

Dietlikon besiegt Leader Chur

Der UHC Dietlikon beschert Piranha Chur die zweite Saisonniederlage und verkürzt den Rückstand auf den Leader auf sechs Punkte. Die Gelb-Blauen führten in Chur zwischenzeitlich mit 5:1 und brachte den Sieg am Ende mit 6:4 über die Runden.


Dieser Sieg war überfällig. Nach einer Klatsche im ersten Aufeinandertreffern der Saison hat sich der UHC Dietlikon stetig gesteigert. Das zweite und dritte Aufeinandertreffen endete jeweils nur äusserst knapp für den Leader aus Chur. Verdient bescherten die Gelb-Blauen den Piranhas nun ihre zweite Saisonniederlage. Michelle Wiki zeigte mit ihrem frühen Überzahltor den Weg für die Gäste.

Etwas unglücklich musste Dietlikon zwar den Ausgleich hinnehmen, nachdem der Ball von der eigenen Verteidigung ins Tor gelenkt wurde. Doch dies brachte das Spiel der Gäste keineswegs aus dem Ruder. Violetta Vögeli traf wenige Sekunden vor der ersten Pause zur erneuten Führung. Abgeklärt und Ballsicher zeigten sich die Dietlikerinnen in der Offensive und zugleich gut organisiert in der Defensive. Folgerichtig vermochten die Gelb-Blauen ihren Vorsprung im zweiten Drittel auszubauen. Christine Zimmermann verwertete den Abpraller ihres eigenen Schusses gleich selber zum 3:1. Vögeli fand einen unmöglichen Winkel mit einem schönen Schlenzer ins hohe Eck und Karin Güttinger setzte gleich nach Wiederanpfiff – gespielt waren nur acht Sekunden – mit dem 5:1 noch eines drauf. Piranha Trainer Fabian Disch reagierte umgehend mit einem Time-Out. Dieses verfehlte seine Wirkung nicht, denn nach einer ungenügenden Zuteilung in der Verteidigung Dietlikons konnte das Heimteam durch Tiia Ukkonen noch vor der Pause auf 5:2 verkürzen.

Für Dietlikon-Trainer Beni Cernela war klar, dass Chur im letzten Drittel noch mehr drücken würde und versuchte seine Mannschaft entsprechend darauf einzustellen. Die Nervosität war zu Beginn des letzten Drittels förmlich spürbar. Unnötig schenkte Dietlikon den Piranhas nach nur knapp zwei Minuten im Schlussabschnitt ein weiteres Tor. Doch das Spiel war weiter offen. Die Gäste kamen mit jeder Minute wieder besser ins Spiel. Trotz Churs Anschlusstreffer zum 5:4 nach einem Überzahlspiel spielte Dietlikon die Minuten nun clever runter. Als Chur den Torhüter durch eine sechste Feldspielerin ersetzte, war es Julia Suter sieben Sekunden vor Spielschluss vorbehalten die endgültige Entscheidung herbei zu führen.