Fabienne Kuoni, © unihockey-fotos.ch

Dietliker Sieg nach Umweg

4:0 stand es in der Hardau in Zürich und Dietlikon sah wie der sichere Sieger aus. Die Red Ants kämpften sich aber zum Ausgleich und das Heimteam konnte die Partie erst in der letzten (!) Sekunde der Verlängerung für sich entscheiden.


Derbys zwischen den Red Ants und Dietlikon sind Kult. Auch wenn sich die Teams in den vergangenen Jahren gewandelt haben, die Rivalität ist geblieben. Hart umkämpft sind die Partien, wie auch die neuste Ausgabe. Zunächst schien es als gäben sich die Gäste kampflos geschlagen, doch Gelb-Blau wähnte sich zu Früh in Sicherheit.

Abtastend gingen beide Teams in das erste Treffen in aktuellen Saison. Die grösseren Spielanteile lagen jedoch schnell auf Seiten des Heimteams. Die Winterthurerinnen agierten vorsichtig, wenn nicht sogar passiv, und überliessen den Gelb-Blauen entsprechend viel Raum. Das 1:0 durch Luize Bilinska und das 2:0 durch Nina Bärtschi waren für das Heimteam hoch verdient und die logische Folge aus der spielerischen Überlegenheit. Eigentlich hätte Dietlikon noch höher führen müssen.

Im gleichen Stil ging es auch im zweiten Abschnitt weiter. Marion Rittmeyer mit einem schönen Weitschuss aus der eigenen Hälfte und Bärtschi mit einem unwiderstehlichen Schlenzer nach einem schönen Querpass Evelina Garbares brachten das Heimteam noch vor Spielmitte 4:0 in Front. Die Gäste reagierten mit einem Time-Out und einer fühl- und sichtbaren Änderung. Nun spielte das bekannte Red Ants. Agressiv und läuferisch stark. Dietlikon wiederum im Hoch liess sich zu zwei einfachen Fehlern verleiten was die Gäste eiskalt zum 4:2 durch Karin Stettler und Margrit Scheidegger nutzten.

Die z.T. noch fehlende Erfahrung und Routine zeigte sich auch im vermeintlich letzten Drittel, als die Winterthurerinnen weiter drückten und glücklich zum 4:3 kamen. Der Ball prallte für Monika Schmid unhaltbar von der Dietliker Verteidigung ins Tor. Der Ausgleich, welchen Stettler in der 55. Minute realisierte, lag lange in der Luft. Das Heimteam hatte zwar nicht aufgehört zu spielen und kam auch zu Chancen, doch der Ball wollte einfach nicht mehr ins Tor. Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen. Sie tat es in extremis. Die Chancen verteilten sich gleichermassen auf beide Seiten. Als die Sekunden auf das Ende der Verlängerung herunterliefen. Fabienne Kuoni setzte vier Sekunden vor Ende der Spielzeit zu einem Schuss an, welcher den Weg eine (!) Sekunde vor der Sirene ins Tor fand. Ein kurioses Tor beendete ein kurioses Spiel. Der UHCD hätte die Partie nicht mehr aus den Händen geben dürfen. Alle Beteiligten konnten jedoch hinsichtlich der Zukunft wichtige Erfahrungen sammeln, um nicht die gleichen Fehler noch einmal zu begehen.