Nina Bärschi und Petra Weiss freuen sich über einen Treffer, © unihockey-fotos.ch

Dietliker Arbeitssieg beim Aufsteiger

Skorpion Emmental Zollbrück bot dem UHC Dietlikon die erwartet hartnäckige Gegenwehr. Am Ende aber konnten die Gäste die grösseren Spielanteile zu einem verdienten 5:4 Sieg verwerten.


Dass es in Zollbrück keine einfache Partie werden würde war allen klar. Vor allem nach dem vergangnen Wochenende war von Dietlikon die ganze Routine gefragt, um drei Punkte nach Hause holen zu können. Gelb-Blau bewies im Spiel Moral, kam zwei Mal nach einem Rückstand zurück und sicherte sich am Ende geduldig den Sieg.

Es schien zunächst, als wären die Gäste, oder besser gesagt deren Spritzigkeit, im Bus oder gar Zuhause geblieben. Das Heimteam brauchte gerademal zwei Angriffe, um erstmals in Führung zu gehen. Doch dies war gleichzeitig der etwas verspätete Weckruf für Dietlikon. Keine Minute später glich Mobiliar Topscorerin Nina Bärtschi für die Unterländerinnen wieder aus. Ein spezieller Moment für Bärtschi, die ihre Unihockeykarriere in der Nähe bei Schüpbach gestartet hatte. Zeitweise wusste das Heimteam nun nicht mehr wie es um sie geschah, als Dietlikon auf das Tor der Skorpions drückte. Marion Rittmeyer brachte dem UHCD nach gut fünf Minuten die hochverdiente Führung mit einem satten Weitschuss genau unter die Latte. Eine Unachtsamkeit kostete den Gästen kurz vor der Pause aber wieder die Führung.

Praktisch mit dem ersten Angriff brachte Julia Suter die Gäste aber im Mittelabschnitt wieder in Front. Der Ball sprang nach einem Zuspiel Fabienne Kuonis von der Bande direkt vor das Tor und Suter auf die Schaufel. Doch Dietlikon verpasste es gleich wieder den Spielvorteil auszunutzen. Teilweise wurde der Abschluss nicht konsequent genug gesucht oder vor dem Tor gesündigt. So glich das Heimteam noch vor der Pause wieder aus und als diese auch noch in Überzahl ins dritte Drittel starten konnten war der zweite Rückstand für die Gäste Tatsache. Fabienne Walther traf nach einer Direktabnahme. Die Fühurung für das Heimteam währte aber nicht lange, als Bärtschi Dietlikon wieder ins Spiel brachte. Petra Weiss war es danach vorbehalten, das Siegestor für den UHCD zu erzielen. Wenn auch noch knapp 15 Minuten zu spielen waren, liessen die Gäste nun nichts mehr anbrennen und brachten den Sieg routiniert über die Zeit.

Für mich war es wie ein Heimspiel hier. Viele alte Bekannte und zudem ist mein Vater bei den Skoripons engagiert. Eine spezielle Situation. Ich habe meinen Mitspielerinnen und dem Team immer vertraut, dass wir diesen Sieg heute zusammen holen werden. Schade nur, dass wir uns das Leben teilweise selber schwierig gemacht haben und so kämpfen musstenNina Bärtschi, Doppeltorschützin